Auf den Luchs gekommen

Umwelt AG der BSB spendet für Aussiedlungsprojekte

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In fast allen deutschen Wäldern war früher der Eurasische Luchs unterwegs. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das letzte Tier erschossen. Laut Bundesamt für Naturschutz sei es ein Gewinn für die heimische Artenvielfalt, dass heute 85 erwachsene Luchse durch Deutschland streifen. Das seien jedoch viel zu wenige, um ihr Überleben dauerhaft zu sichern.

Grund genug für die Umwelt AG der Beruflichen Schulen Bretten (BSB), eine Spendenaktion für Aussiedlungsprojekte zu starten. So gestaltete der Schüler Samuel Werner einen kurzen Infofilm über den Luchs, seine Klassenkameradin Natalie Weidmann entwarf einen passenden Flyer samt Spendenaufruf. 320 Euro konnten die beiden gemeinsam mit ihren Lehrern Thomas Weber, Dorothée Just und Schulleiterin Barbara Sellin dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) überreichen. Dessen beiden Vertreter Mathias Menzel und Gerhard Dittes zeigten sich sehr angetan von dem Engagement der Arbeitsgemeinschaft. „Die meisten Luchse leben im Harz und im Bayerischen Wald. Die scheuen Katzen tauchen aber auch vermehrt in Baden-Württemberg auf“, weiß Dittes und betont, der Luchs brauche als Raubkatze, die für das biologische Gleichgewicht wichtig sei, ein hundert Quadratkilometer großes Revier. „Für den Menschen stellt der Luchs keine Gefahr da“, so Dittes weiter. Die größte Gefahren für den Luchs seien indes das dichte Straßennetz mit hohem Verkehrsaufkommen sowie die ungebremste Versiegelung durch Straßen und Baugebiete. Barbara Sellin lobte den aktiven Einsatz der Umwelt AG. Deren Vertreter betonten, es sei wichtig, für die Nachwelt besonders bedrohte Tierarten zu erhalten. „Der Luchs steht hier stellvertretend für alle bedrohten Tiere“, so Thomas Weber. Mit der Aktion habe man die wichtige Thematik in das Bewusstsein vieler Schülerinnen und Schüler rücken können. Das Bild zeigt von links nach rechts: Schulleiterin Barbara Sellin, Thomas Weber, Gerhard Dittes, Mathias Menzel, Samuel Werner, Natalie Weidmann und Dorothée Just