Erfolgreiche Aktion von Umwelt AG und SMV 

400 Euro Spendengelder für Wildkatzen übergeben

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Wildkatzen gehören zu den letzten Raubkatzen Europas. Ihr Lebensraum, dichte Wälder mit lichten Bereichen, wird vor allem durch das engmaschige Straßennetz durchkreuzt. Erschwerend kommt für die großen Samtpfoten hinzu, dass der Klimawandel trotz Pandemie keine Pause macht. 

Grund genug für die Umwelt AG der Beruflichen Schulen Bretten (BSB), gemeinsam mit der SMV und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Spendenaktion für den Erhalt der Wildkatze zu starten. Noch vor dem Lockdown haben die Klassensprecher in der Vorweihnachtszeit Geld in ihren Klassen gesammelt. Die Werbung dafür kam aus Schülerhand: Beworben wurde die wichtige Aktion durch einen extra erstellten Imagefilm von Samuel Werner (SGGG12/2) samt digitalem Flyer von Natalie Weidmann (SGGG12/2). 

Der stellvertretende Schulleiter Philipp Furrer  zeigte sich erfreut, dass nun eine Spendensumme in Höhe von 400 Euro im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung an BUND übergeben werden konnte. Furrer lobte zudem das herausragende Schülerengagement  und bezeichnete die Summe aufgrund des Lockdowns und des fordernden Pandemiealltags als beeindruckend. Klassenlehrerin Dorotheé Just dankte ihren Schülern für ihr vorbildliches Handeln, das bereits 2019 bei einer Spendenaktion für den gefährdeten Luchs ein positives Echo erzeugt hatte. 

Der Brettener BUND-Vorsitzende Gerhard Dittes unterstrich die Wichtigkeit der Aktion: „Mit diesem Geld wird versucht, Habitate für die Wildkatze zu erhalten oder zu vergrößern, damit auch ihr Bestand wachsen kann.“ Ein weiteres Ziel sei auch, dass es zu einem genetischen Austausch zwischen den bisher isolierten Standorten komme, um dauerhaft die Art zu erhalten.

„Ich freue mich über das Ergebnis und finde es klasse, dass in dunklen Zeiten wie diesen solche Leuchttürme gesetzt werden“,  bekundete Hartmut Weinrebe, der regionale Geschäftsführer des BUND.

Organisator und Biologielehrer Thomas Weber betonte, alle am Schulleben seien in die Aktion eingebunden worden. „Aktiver Umwelt- und Naturschutz ist mehr als nur Friday-for-Future-Demos. Hier zeigen junge Menschen exemplarisch und ganz konkret, wie man sich als der Teil der Gesellschaft für eine gute Sache engagieren kann.“

Samuel Werner und Natalie Weidmann hoben abschließend hervor, Umweltschutz sei vor allem auch Artenschutz. Selbst mit kleinen Beiträgen könne man nachhaltig und vor Ort helfen. So führt im Rahmen der kooperativen Planungen mit den Kommunen der Generalwildwegeplan mit Biotopenverbünden und Grünbrücken auch an der nord-östlichen Gemarkung von Bretten vorbei. Alle Beteiligten hoffen, dass zukünftigen Ideen ebenso erfolgreich sein werden.